Mahnmal am Bahnhof
Es geht hier um eines der düstersten Kapitel unserer Vergangenheit. Auch in Kaufering wurde weggeschaut, als die Häftlinge angekommen sind und es gab auch hier begeisterte Nationalsozialisten, die mitgetan haben.
Todesmarsch Mahnmal - Gedenkort
Deshalb ist es auch so wichtig, dass wir Stätten der Erinnerung haben, die uns mahnen, den Weg der Humanität nicht zu verlassen.
In Kaufering gibt es deshalb auch das Todesmarschmahnmal, das im April 2009 unter großer Anteilnahme von Zeitzeugen eingeweiht wurde und zum Gedenken ermuntern und erinnern soll.
Die auf der Texttafel genannten Zahlen von 30.000 KZ-Häftlingen und 20.000 Toten waren allerdings von Anfang an umstritten und wurden in Fachkreisen, als zu hoch angesehen. Immer wieder wurde darauf hingewiesen, dass die Zahlen wissenschaftlich nicht belegbar sind.
Mit der neuen und im Mai 2023 nun ergänzten Seitentafel entsprechen die angegebenen Zahlen dem Forschungsstand des Jahres 2020, sodass das Todesmarschmahnmal jetzt in angemessener Form auf “bis zu 23.500 Menschen deportiert” korrigiert und in sich stimmig ist - die genauen Zahlen werden immer im Verborgenen bleiben.
An dieser Stelle möchten wir uns auch beim Stifter des Mahnmals, Herrn Dr. Friedrich Schreiber, für die Kostenübernahme für die Tafelergänzung ganz herzlich bedanken.
Rampe mit Waggon - Gedenkort
Am 18.06.1944 war die erste Ankunft eines Eisenbahntransportes mit ca. 1000 jüdischen Häftlingen, die von den Nazis aus ihrer Heimat in die KZ-Lager im Bereich Kaufering-Landsberg verschleppt und im Rüstungsprojekt Ringeltaube zur Zwangsarbeit eingesetzt wurden. „Vernichtung durch Arbeit“ war die unmenschliche Endlösung der Judenfrage!
Der Güterwagen G23 des Typs G10 soll an die 1944/45 in den Arbeitslagern rund um Kaufering ums Leben gekommenen Zwangsarbeitern erinnern.